Beckum (axb). Großer Moment für Daniel Schlüter: Auf dem schweren Rundkurs des Wuppertaler Uni-Radrennens hatte der Beckumer Schlüter jüngst seinen großen Auftritt. In seinem erst zweiten Jahr als Rennfahrer, gelang es dem 19-jährigen Nachwuchstalent des RfV All-Heil Beckum kurz vor Schluss aus dem 160-Mann starken Hauptfeld herauszuspringen und das Rennen als Sieger zu beenden. Nachdem sich am Anstieg des 2,4 Kilometer langen Rundkurses immer wieder Fahrer vom Hauptfeld gelöst hatten und auf der Zielgeraden im Gegenwind wieder eingefangen wurden, machte Daniel Schlüter drei Runden vor Schluss selbst die Führungsarbeit im Feld, um den Anschluss an eine Dreier-Ausreißergruppe wieder herzustellen. „Als ich die Drei vor mir erreicht hatte und mich umsah, stellte ich fest, dass das Hauptfeld weit hinter mir zurücklag“, berichtet Schlüter. „ Daraufhin habe ich nochmals all meine Kraft genommen und mein Tempo durchgezogen“. Nachdem die drei eingeholten Fahrer sowie zwei weitere Fahrer, die ebenfalls aus dem Hauptfeld herausgefahren waren, dem Tempo Schlüters nicht mehr folgen konnten, überquerte dieser als erster den Zielstrich. „Der Sieg kam für mich ziemlich unerwartet. Ich wusste, dass ich gute Beine hatte, aber ich habe in diesem Jahr noch nicht einmal eine Platzierung unter den ersten Zehn vorzuweisen“, meint der Beckumer überrascht. Auch wenn der Sieg in Wuppertal sein erster großer Erfolg ist, hat er doch schon in mehreren Rennen zuvor bewiesen, dass er schnelle Beine hat. So unter anderem in Bielefeld, als er in einem rasanten Rennen mit Profis, A-, B- und C-Amateuren bis zum Schluss ganz vorne im Hauptfeld mithalten konnte. Mit seinem Sieg in Wuppertal ist er nun selbst eine Rennklasse hinaufgestiegen. Von nun an wird er sich als B-Amateur nach Rennen umsehen müssen. „Ich werde versuchen, gut in der B-Klasse mitzukommen. Da geht dann richtig die Post ab und die Distanzen sind meist auch um einiges länger“, freut sich Daniel Schlüter auf seine nächsten Aufgaben. Weiter geht es für ihn am Sonntag beim Rennen der A-, B,- und C-Amateure über 80 Kilometer in Steinhude.